«Jetzt haben wir den Dreck!»
Zeitbombe Meeresmüll, siehe Rundschau vom 04. August unter www.videoportal.sf.tv.
Das Meer verkommt immer mehr zur Müllkippe. Der Grossteil des Mülls in den Weltmeeren ist Plastik. Die Plastikteile werden von Salzwasser und Sonnenlicht in kleinste Partikel zerrieben und von Fischen gefressen, welche daran verenden. So zirkuliert eine unvorstellbare Menge Zivilisationsmüll seit Jahren stationär zwischen Asien und Amerika. Jetzt schlagen Experten Alarm und warnen vor den Auswirkungen auf den Menschen.
Schön – schön, was die kleinen Bünzli's vor Jahren vorausgesagt haben, lässt sich nicht mehr schönreden. Traurig, dass man nichts lernen will. Ob bei der Einführung der Sackgebühr, bei Fusionen oder beim EU−Beitritt − man folgt dem Herdentrieb. Man macht etwas, nicht, weil es gut und richtig ist. Nein, man macht es, weil es andere auch tun. Jetzt haben wir den Dreck, Umwelt und Politik lassen sich nicht trennen.
Zurück zur Zeitbombe: Packen wir das Problem an den Wurzeln. Streichen wir das Wort «Abfall» solange wie etwas in irgendeiner Form weiter verwendet werden kann! Sei dies beim «Grüngut» oder bei dem, was wir unglücklicherweise als «Kehricht» bezeichnen. Hochschulen und Bildung sind da, um Probleme zu lösen, nicht um Probleme zu verlagern (bis ins Meer)!
Also, machen wir Kehrichtverbrennungsanlagen zu Energieumwandlungsanlagen für Strom und Wärme. Auftrag an die Schulen: Macht eine vernünftige Rechnung, ohne fiktive Kosten, so dass das Geschäft für die Anlagenbetreiber − die Lieferanten der Übergangsprodukte − und für die Benutzer der Energie interessant wird.
Mit der richtigen Politik, Logik und gesundem Verstand können Energie und Rohstoffe aus tausend Kilometer Entfernung nicht günstiger sein als der Rohstoff, über den wir vor der Haustüre und in unseren Wäldern stolpern. Der Dreck ist weg mit «Rohstoffsack» statt «Kehrichtsack».
Das heisst: Weg mit der Sackgebühr und weg mit Schikanen, mit welchen immer die Anständigen benachteiligt werden.
Hermann Wyss – Meier, Schneisingen
